Wer ich bin

Ich wollte wissen, warum

Vor jeder Wahl erleben wir dasselbe: Plötzlich sind alle unterwegs, besuchen Unternehmen und Vereine, drehen Videos und versprechen Transparenz, Kommunikation und Bürgernähe. Nach der Wahl verschwinden viele wieder hinter den Mauern des Rathauses. Gespräche brechen ab, Entscheidungen werden kaum erklärt und die Zugbrücke geht hoch.

2006, 2016, 2021 – und jetzt wieder 2026. Ob CDU, SPD oder eine andere politische Farbe, ob unter Jan Peter Bechtluft oder Vanessa Gattung: Ziele und Versprechen gab es genug. Trotzdem wurden wichtige Projekte verschoben, ausgebremst oder aufgegeben. Das kostet Papenburg Vertrauen, Entwicklung und viel Geld.

Mir reichten die üblichen Schuldzuweisungen nicht: Die Bürgermeisterin sei schuld, der Rat sei schuld oder die falsche Partei sei verantwortlich. Ich wollte nicht spekulieren und niemanden pauschal verurteilen. Ich wollte wissen, warum Papenburg immer wieder an seinen eigenen Möglichkeiten scheitert und warum gute Ideen nach der Wahl plötzlich keine Rolle mehr spielen.

Mir war klar: Es muss anders gehen.

Mein Weg als Reelmaker

Deshalb bin ich dorthin gegangen, wo Papenburg wirklich stattfindet: zu den Menschen, Unternehmen, Vereinen und Veranstaltungen – und in alle Stadtteile. Als Reelmaker war ich jahrelang dort, wo viele Kandidaten erst acht Wochen vor der Wahl auftauchen.

Menschen folgten meinen Berichten, stellten Fragen, erzählten von ihren Erfahrungen und gaben mir Hinweise. Daraus entstand ein Netzwerk über die ganze Stadt.

Ich besuchte Veranstaltungen unterschiedlicher Parteien. Denn mich interessierte nicht, woher eine Idee kam, sondern ob sie Papenburg voranbringt. Dabei erlebte ich verschlossene Türen, abgebrochene Gespräche, Ausgrenzung und sogar Hausverbote. Ich ließ mich davon nicht stoppen.

Seit 2021 habe ich als Protokollführer so gut wie jede wichtige Sitzung verfolgt, Unterlagen gelesen und Entscheidungen miterlebt. Dadurch kenne ich nahezu jedes wichtige Projekt, seinen aktuellen Stand und die Gründe, warum es nicht weitergeht.

Ich habe nicht nur Probleme erkannt, sondern bereits Projekte, Lösungswege und Strategien entwickelt. Ich muss Papenburg nach der Wahl nicht erst kennenlernen. Ich kenne die Grundlagen, die Menschen, die Strukturen und die entscheidenden Bruchstellen.

Die ersten 100 Tage

Mitreden. Mitmachen. Mittun.

In den ersten 100 Tagen werde ich sprechen mit …

  • Ratsmitgliedern
  • Unternehmen, Handel und Handwerk
  • Jugendlichen und Schulen
  • der Landwirtschaft
  • Bürgerinnen und Bürgern aus allen Stadtteilen
  • Vereinen, Verbänden und Initiativen
  • den Mitarbeitenden der Verwaltung

Nach 100 Tagen

  • liegen die wichtigsten Projekte mit ihrem tatsächlichen Stand auf dem Tisch.
  • werden wir voraussichtlich klarer erkennen, warum Projekte feststecken und Versprechen nicht umgesetzt wurden.
  • sollen erste Ziele, Verantwortlichkeiten, Termine und messbare Ergebnisse feststehen.
  • werden erste Projekte und vorbereitete Lösungen auf den Weg gebracht sein.
  • werden wir den Ausbruch aus dem Murmeltiertag begonnen haben. Wir werden die Angst vor Verantwortung und Fehlern abbauen. Wir werden Entscheidungen treffen. Wir werden Projekte umsetzen. Wir werden Ziele erreichen.

Die Strategie steht. Das, was den Reelmaker stark gemacht hat – rausgehen, zuhören, Menschen zusammenbringen, Entwicklungen sichtbar machen und Lösungen umsetzen – wird zum Arbeitsprinzip für Papenburg.

Der Reelmaker wird auf jeden Fall da sein. Im Rathaus oder draußen. Ihr entscheidet, wo.

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